In letzter Zeit kam ich zwar nicht oft zum Schreiben, gerade weil immer etwas los. Die vergangene Woche war eine besonders ereignisreiche, einige der Ereignisse aus meinem Alltag möchte ich euch nicht vorenthalten.

Nun haben wir bereits November, die Zeit vergeht doch rasch, wenn man nicht darauf achtet. Zürich erlebte einen kurzen, aber dafür sehr schönen Herbst. Der Hafenkran „schmückt“ den Limmatquai leider immer noch und keiner weiss bis wann er noch dort stehen wird.

Letztes Wochenende nahm ich zum ersten Mal am FRUKDuK teil, ein schönes Akronym für das allsemestrige HoPo-Wochenende, organisiert vom VSETH. Nur eine Stunde entfernt von Zürich befanden wir uns weit abseits von grösserer Zivilisation in einem Zehnseelendorf, das kaum katografiert ist. Ungestört konnten wir so aktuelle Themen wie die Ecopop-Intitiative ansprechen und diskutieren. Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück. Samstag Nachmittag haben wir uns in einer kleinen Gruppe auf den Weg gemacht, den nächstgelegenen Gipfel zu ersteigen. 400 Höhenmeter später wurden wir mit einer prächtigen Aussicht belohnt.


Im starken Kontrast zu dem sonnigen Wochenende brach in der darauffolgenden Woche der Winter ein. Die Temperaturen fielen nahe an den Gefrierpunkt und in höheren Lagen schneite es sogar bereits.

Mitte der Woche fand zum zweiten Mal das Chemtogether statt, eine von Chemiestudenten organisierte Industriemesse. Zwölf Firmen mit Sitz in der Schweiz präsentierten sich während zwei Tagen und es fand ein reger Austausch statt. Für manchen war vielleicht sogar eine Praktikumsstelle mit drin.

Donnerstag hielt die VCS, unser Studienverein, die ordentliche Generalversammlung ab. Wie immer war ich als Fotograf zur Stelle, um die Stimmung festzuhalten. Diesmal gab es etwas wieder Diskussion um das veranschlagte Budget und die Abrechnung und so konnten wir uns erst zweieinhalb Stunden später an die Caquelons machen. Eine besondere Überraschung lieferte ein Kollege, der gerade ein Auslandssemester in Singapur absolviert. Für einige Minuten wurde er uns zugeschaltet, um sich für seinen Vorstandsposten vorzustellen, was für allgemeine Erheiterung sorgte.

Wie auch im letzten Semester bin ich mit meinem Laborpartner fleissig am Abfassen von Versuchsberichten. Alle zwei Wochen produzieren wir so ein rund zwanzigseitiges Dokument, das die Motivation, den Ablauf und die Resultate des jeweils aktuellen Experiments enthält. Diese Woche durften wir uns mit Signalverarbeitung herumschlagen. Grau, teurer Freund, ist alle Theorie – so haben wir unter anderem letztens eine Fünfrappen Münze mit einem Laser durchlöchert.

Natürlich finde ich auch ausserhalb der Uni Beschäftigung, zumindest ab und zu. Letztens haben ein Freund aus Zürich und ich zufällig ein klasse Steakhaus in Zürich gefunden. Die Restaurantwirtin hat uns nicht nur grossartig beraten, sondern plauderte später auch mit uns und präsentierte nach dem herrlichen Essen noch ihr Hummeraquarium.

An diesem Wochenende fand schliesslich das Ginmkau Film Festival statt, von dem ich euch bereits berichtet habe. Insgesamt drei Filme sah ich mir an, traf bekannte und neue Gesichter und tauschte mich mit den Machern der Filme aus.

Ginmaku
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Freitag sah ich mir „The Frivolous“ an, ein Dokumentarfilm über den Wahlkampf in Osaka, oder um genauer zu sein über die antretenden Kandidaten. Von den sieben antretenden Kandidaten haben nur drei aufgrund von Popularität und Marketing eine realistische Chance gewählt zu werden. Trotzdem versuchen es die vier „No Hope“ Kandidaten jedes Jahr erneut auf ihre jeweils ganz eigene Art. So auch Mac Akasaka von der Smile Party.

Samstag Abend lief ausserdem noch „Bon Lin“, über den ich letztes Mal bereits geschrieben habe.

Auch nächste Woche gibt es wieder viel zu tun, aber ich berichte weiterhin ab und an aus meinem Alltag. Nächstes Wochenende bin ich wieder in Deutschland.

Dies und das im November
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